Über uns Unser Team Unsere Themen Unser Klientel Kontakt Kunst bei uns

Kapitalanlagen Versicherung Bauwirtschaft Immobilienwirtschaft Unternehmensorganisation Exkurs Ltd. Exkurs GmbH Unternehmenssanierung
Kollektives & individuelles Arbeitsrecht Steuerliche Gestaltungen Erb- & Familienrecht Inkasso gewerblicher & freiberuflicher Forderungen Mediation
Subventionen und Fördermittel

Newsletter

Subventionen und Fördermittel

„Willst Du den Wert des Geldes kennen lernen, versuche, Dir welches zu borgen.“ Benjamin Franklin

Die Unternehmensfinanzierung stellt im Mittelstand nach wie vor ein grundlegendes branchenübergeifendes Problem dar. In den verschiedensten Entwicklungsphasen des Unternehmens muss sich der Unternehmer mit der Frage der Kapitalbeschaffung auseinander setzen.

Dies beginnt bei dem Start in die Selbständigkeit. Der Existenzgründer muss sich schnell der Realität stellen, dass ohne die nötigen finanziellen Mitteln auch die beste Gründungsidee nicht umsetzbar ist. Die wenigsten verfügen heute über das notwendige Eigenkapital. Die meisten Existenzgründer stehen daher vor der Frage: “Wie finanziere ich mein Vorhaben?
Aber nicht nur für den Start in die Selbständigkeit ist die Frage der Kapitalbeschaffung von entscheidender Bedeutung. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen stoßen früher oder später im unternehmerischen Wachstum an Grenzen. Um weiter im Wettbewerb bestehen zu können, müssen neue Perspektiven entwickelt werden. Sowohl zukunftsweisende Neuentwicklungen oder der Zukauf innovativer Maschinen und Einrichtungen, als auch die Erweiterung der unternehmerischen Aktivität und das Erschließen neuer Märkte sind ohne finanzielle Mittel zum Scheitern verurteilt. Ebenso muss sich jedes Unternehmen irgendwann der Problematik eines Wechsels in der unternehmerischen Verantwortung stellen. Der Unternehmensgründer, der seinen „Betrieb“ durch seine Person, seine Ideen und seinen Stil geprägt hat, muss den Weg für einen Nachfolger ebnen. Für die neue Unternehmensführung heißt es dann, das Erworbene zu bewahren, fortzuführen und nach den eigenen Vorstellungen und Zielen zu verändern. Die Entscheidung über die Unternehmensnachfolge ist daher von existenzieller Bedeutung für das Unternehmen. Sie muss sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Sofern der Nachfolger nicht selbst über das notwendige Kapital verfügt, ist auch hier neben der rechtlichen Gestaltung die Frage der Finanzierung zu lösen. Daher benötigen viele Mittelständler in verschiedenen Phasen des Unternehmens zusätzlich Fremdkapital.

Kredite von Banken bleiben für den Mittelstand das wichtigste Finanzierungsinstrument, da ihnen häufig der Zugang zum Kapitalmarkt und zu alternativen Finanzierungsformen fehlt. Folgenschwer ist daher der hohe Anteil von Kreditablehnungen, insbesondere bei Existenz-gründungs- und Investitionsprojekten. Hindergrund hierfür ist, dass die Banken Kreditanfragen systematisch Bonitätsprüfungen unterziehen und Kreditratings erstellen. Damit kommt neben der finanziellen Situation des Unternehmens insbesondere der Eigenkapitalausstattung eine wesentliche Bedeutung zu. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos erwarten die Banken darüber hinaus vom Unternehmen bankübliche Sicherheiten, an denen es vielfach ebenfalls mangelt.

Aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Gründer nicht nur im Rahmen der rechtlichen Gestaltung, sondern auch auf dem Gebiet der Unternehmensfinanzierung zu beraten. Hierbei kann es ebenso um Eigenkapitalbeschaffung gehen, wie um die Beschaffung von Krediten und die Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Gerade das Ausschöpfen von Subventionen und Fördermitteln bietet eine häufig unterschätzte Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung. Sie kann das entscheidende Element für Ihren Start in die Selbständigkeit, die Umsetzung innovativer Wachstumsideen oder der Unternehmensnachfolge sein.

Struktur- und Regionalfördermittel, Ansiedelungs- und Kulturförderung, Förderung von Existenzgründungen und Betriebserweiterungen, Kauf von Unternehmen, der Unternehmensnachfolge wie auch im Bereich der Schaffung von Arbeitsplätzen, Umweltschutzmaßnahmen sowie der Forschung und Entwicklung – dies sind nur einige der Gebiete, in denen öffentliche Fördermöglichkeiten bestehen. Europaweit stellen Bund, Länder und die Europäische Union tausende öffentliche Förderprogramme mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro für eine Vielzahl von Branchen zur Verfügung. Allein in Deutschland sind es ca. 1.200 Förderprogramme. Insbesondere in den neuen Bundesländern können Fördermittel nach wie vor erhebliche Investitionsanreize setzen. Investitionswillige Unternehmen können auf diesem Weg den Einsatz von Eigenmitteln wie auch die Aufnahme von Fremdkapital erheblich reduzieren. So kann durch die regelmäßige Analyse des vorhandenen Förderpotenzials und die darauf folgende Inanspruchnahme von Fördermitteln gezielt die Vermögens- und Kapitalstruktur gestaltet werden.

Häufig herrscht eine gewisse Verallgemeinerung des Begriffs Fördermittel. Dabei sind Fördermittel nicht gleich Fördermittel. Viele kleine und mittelständische Unternehmen glauben auch, dass nur die großen Konzerne Fördermittel erhalten. Jedoch bestehen auch für kleine und mittelständische Unternehmen sehr interessante Fördermöglichkeiten und Zuschüsse in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Fülle der Möglichkeiten führt dazu, dass sehr viele Unternehmen aller Größen einen Anspruch auf Fördermittel hätten, sich aber nur wenige in diesem „Subventionsdschungel“ auskennen. Wer hier Fördermöglichkeiten allein seinen Mitbewerbern überlässt, schafft sich selbst Wettbewerbsnachteile.

Fördermöglichkeiten bestehen in Form von Zuschüssen, zinssubventionierten Darlehen, öffentlichen Bürgschaften und Haftungsfreistellungen. Am interessantesten sind natürlich nicht rückzahlbare Zuschüsse, die z.B. bis zu 50% der Investitionssumme betragen können. Neben Zuschüssen und Zulagen werden zinsgünstige Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Zinsvergünstigung liegt im Allgemeinen bei ca. 2% p.a. Bei einer Investition von z.B. 500.000,- € ergibst sich also eine jährliche Einsparung von rund 10.000,- €. Bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren macht dies allein einen Zinsvorteil von ca. 150.000,- € aus. Als attraktiv erweisen sich insbesondere auch langfristige Nachrangsdarlehen. Dieses sog. Mezzanine Kapital zeichnet sich dadurch aus, dass die Förderinstitutionen im Rang hinter die Forderungen der übrigen Fremdkapitalgeber zurücktreten und die Darlehen somit eine eigenkapitalnahe Funktion haben. Nachrangdarlehen stärken somit die Eigenkapitalbasis des Antragstellers. Auf diese Weise verbessern sie die Bonität sowie Finanzierungsstruktur und erhöhen den Finanzierungsspielraum des Mittelständlers. Sicherheiten sind in der Regel nicht erforderlich, der Unternehmer haftet jedoch persönlich für die Rückzahlung des Darlehens. Außerdem ergeben sich oft auch interessante Perspektiven im Bereich von Sicherheiten und Ausfallbürgschaften, die einen wesentlich flexibleren finanziellen Bewegungsspielraum ermöglichen. Ebenso ist an die häufig unterschätzte Möglichkeit einer Kombination der vier Förderungsmöglichkeiten zu denken.

Die Beantragung der Fördermittel erfolgt in der Regel über die Hausbank, die das Unternehmen und das Finanzierungsvorhaben vorab beurteilt und die öffentlichen Fördermittel an das Unternehmen durchleitet. An dieser Stelle sei auch einmal erwähnt, dass viele Hausbanken Fördermitteln gegenüber skeptisch eingestellt sind. Der Grund hierfür ist leicht verständlich: Anstatt die günstigen Kredite oder Zuschüsse als durchleitende Hausbank wohlwollend weiterzureichen, haben die Banken eher den Verkauf eigener, natürlich teurer Kredite im Auge. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die Beantragung von Fördermittel auf jeden Fall vor Vorhabensbeginn erfolgen muss. Eine Nachfinanzierung durch Fördermittel ist nicht möglich. Weiterhin ist zu beachten, dass auf Subventionen grundsätzlich kein Anspruch besteht, während dagegen die Nutzung von Fördermitteln in der Regel mit Bedingungen und Auflagen verknüpft ist. Diese reichen von der Einhaltung des zulässigen Subventionswertes, Festlegungen zu förderfähigen Investitionsarten und – kosten, der Einhaltung von Zweckbindungsfristen und Überwachungszielen bis hin zu spezifischen Regelungen für sensible Sektoren und Großinvestitionen. In Fällen, in denen sich das geförderte Projekt anders als ursprünglich geplant entwickelt, können Rückforderungen im Raume stehen.

Unser Ziel ist es, als Wegweiser durch das Labyrinth der Förderprogramme zu agieren und das für Ihr Vorhaben richtige Programm und die beste Förderart zu finden. Wir ermitteln für Ihr Vorhaben die Förderansätze, recherchieren die relevanten Förderprogramme, machen Sie mit den Fördermodalitäten vertraut, helfen bei der Erstellung eines fördermittelorientierten Finanzierungskonzepts und unterstützen Sie bei der Antragstellung. Hierzu führen wir gemeinsam mit Ihnen die Gespräche und Verhandlungen bei Banken sowie Institutionen und vertreten Sie vor Subventionsbehörden, Finanzämtern sowie Verwaltungs- und Finanzgerichten.

Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam Strategien für wirtschaftlich sinnvolle Lösungen und begleiten Sie aktiv von der Idee bis zur rechtsverbindlichen Fördermittelzusage.

Downloadbereich